Wie lässt sich aus einer Kapitalanlage die Rendite berechnen?

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Wer im Finanz-und Investitionsjargon unterwegs ist, begegnet so manchem sperrigen Begriff. Auch Rendite gehört dazu. Zwar werden Sie im Alltag immer mal wieder mit diesem Wort konfrontiert, in Broschüren oder gar der TV-Werbung. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter? Die Antwort auf diese Frage wollen wir Ihnen in diesem Blogbeitrag liefern und den Fachbegriff verständlich erklären.

Wir informieren Sie darüber, was es mit der Rendite auf sich hat und ob Rendite für Anleger gleich Gewinn bedeutet. Zudem erfahren Sie, woraus Sie eine Rendite erzielen können. Am Ende wissen Sie, wie sich eine Rendite aus Kapitalanlagen berechnen lässt und wie risikoreich Geschäfte mit Anlagen sein können.

Was bedeutet Rendite?

Um Ihr Geld passiv zu vermehren, müssen Sie zunächst aktiv werden. Vor diesem Hintergrund sind Kapitalanlagen besonders attraktiv. Als Kapitalanlagen gelten Aktien, Anleihen, Immobilien oder auch das eigene Sparkonto. Letzteres ist bekannt dafür, Jahr um Jahr in Form von Zinsen passiven Gewinn zu erzielen. Wenn auch nicht besonders viel. Möchten Sie wissen, wie ertragreich Ihre Geldanlage im Zeitraum eines Jahres tatsächlich ist, hilft Ihnen die Rendite.

Bei der Rendite handelt es sich um eine Bewertungszahl in Prozent. Sie macht sichtbar, in welchem Verhältnis Ihr eingesetztes Kapital zum tatsächlichen Gewinn innerhalb eines Jahres steht. Anhand des Prozentsatzes können Sie demnach den Erfolg Ihrer Kapitalanlage messen.

Ebenfalls hilft der Kennwert dabei, schwer vergleichbare Kapitalanlagen gegenüberzustellen. Besitzen Sie beispielsweise Anlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten oder abweichenden Zinssätzen, können Sie die Rendite nutzen, um ein aufschlussreiches Bild zu erhalten.

Haben Sie als Anleger beispielsweise 3.000 Euro in einen Aktienfonds investiert, freuen Sie sich nach einem Jahr über im Wert gestiegene Anteile von 3.300 Euro. Dies ergibt eine Rendite von zehn Prozent. In einen anderen Aktienfonds haben Sie im selben Jahr 5.000 Euro an Kapital investiert und eine Wertsteigerung der Anteile von 400 Euro erzielt. Mehr Einsatz, mehr Gewinn. Doch das täuscht. Denn die Rendite beträgt in diesem Fall lediglich acht Prozent.

Wie Sie die Rendite Ihrer Kapitalanlagen berechnen können, erfahren Sie in Kapitel 6 dieses Blogbeitrages.

Was sind Rendite

Ist Rendite mit Gewinn gleichzusetzen?

Auf den ersten Blick mögen Renditen stark an Gewinn erinnern. Schließlich kennzeichnet sie, wie viel Ertrag Ihnen Ihre Anlage eingebracht hat. Doch genau darin liegt die Krux. Gewinn ist nicht gleich Gewinn – und der Prozentsatz Rendite wird genutzt, um dies zu verdeutlichen.

Nehmen Sie einmal beispielhaft an, eine Aktie für 10.000 Euro erworben zu haben. Nach zwölf Monaten sind Ihre Anteile um 200 Euro im Wert gestiegen. Diese 200 Euro verzeichnen Sie als Gewinn. In eine andere Aktie haben Sie im selben Jahr 12.000 Euro investiert und auch diese ist in ihrem Wert um 200 Euro gestiegen. Für Sie als Anleger bedeutet dies einen weiteren Gewinn von 200 Euro. Die Rendite zeigt jedoch auf, dass der Ertrag der beiden Aktien nicht gleichzusetzen ist.

Denn während die Rendite der ersten Aktie bei zwei Prozent liegt, beträgt jene der zweiten Aktie lediglich 1,69 Prozent. Der Gewinn mag gleich sein, doch wirtschaftlich profitabler ist für Sie Aktie Nummer eins.

Woraus können Sie Renditen erzielen?

Wollen Sie aus Kapitalanlagen Gewinn generieren, stehen Ihnen hierfür mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Um die tatsächliche Rendite nach einem Jahr zu erfassen, muss bei einigen Optionen nicht nur das eingesetzte Kapital zur Berechnung herangezogen werden. Auch weitere Kosten können anfallen und haben Einfluss auf die Rendite. Dies können bei Immobilien Instandhaltungskosten sein, bei Tages- oder Festgeldkonten unter anderem Kontoführungsgebühren.

Rendite aus Aktien

Aktien zählen zu den Wertpapieren und sind Unternehmensanteile, welche Sie als Kapitalanlage erwerben können. Die Rendite aus Aktien setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Zum einen wird der Kursgewinn einer Aktie innerhalb eines Jahres berücksichtigt, welcher den Wert Ihrer Anteile steigert. Zum anderen beeinflussen jährliche Dividendenzahlungen die Rendite Ihrer Aktien.

Rendite aus Anleihen

Unter einer Anleihe ist ein Privatkredit zu verstehen, welchen Sie einem Unternehmen oder dem Staat zur Verfügung stellen. Als Gegenleistung erhalten Sie Zinsen. Diese Zinsen bilden die Grundlage Ihrer Rendite. Aber auch die Restlaufzeit des Anleihenvertrages sowie der aktuelle Kurs der Anleihe wirken sich auf die Rendite aus. So münden beispielsweise Anleihen mit langer Vertragslaufzeit für gewöhnlich in höheren Gewinnsummen als jene mit kürzeren Laufzeiten.

Dividenden-Rendite

Bei Dividenden handelt es sich um Gewinnausschüttungen einer Aktiengesellschaft. Besitzen Sie Aktien eines Unternehmens, werden Sie als Aktionär am wirtschaftlichen Erfolg ebenjenes beteiligt. Die Dividenden-Rendite bezieht sich dabei auf das Verhältnis des Aktienkurses und des ausgeschütteten Gewinns.

Eigenkapital-Rendite

Besitzen Sie Eigenkapital in Form eines Sparbuches, Tages- oder Festgeldkontos, ergibt sich die Rendite aus dem Zinssatz. Ertragreich ist diese Form der Geldanlage aufgrund äußerst geringer Zinssätze allerdings nicht. Zahlen Sie hohe Kontoführungsgebühren, müssen Sie gar mit einer negativen Rendite rechnen.

Rendite aus Immobilien und Mieten

Investieren Sie in eine Immobilie, welche Sie später vermieten möchten, können Sie von einer Rendite profitieren. Die sogenannte Mietrendite erzielen Sie als Vermieter aus den jährlichen Mieteinnahmen. Steigende Immobilien- bzw. Mietpreise kommen Ihnen als Immobilienbesitzer hierbei zugute. Diese lassen die Rendite in die Höhe schnellen. Welchen Prozentsatz die Rendite tatsächlich erreicht, hängt mitunter von dem Zustand des Mietobjekts sowie von der allgemeinen Marktentwicklung ab.

Um die Nettorendite aus der Vermietung einer Immobilie beziffern zu können, müssen mehrere Komponenten berücksichtig werden. Auf der Gewinnseite stehen die jährlichen Mieteinnahmen sowie die steuerlichen Ersparnisse, welche Sie als Vermieter genießen. Zu dem eingesetzten Kapital zählen hingegen sämtliche Ausgaben für die Instandhaltung, laufende Kosten und mögliche andauernde Zinszahlungen. Diese können die Rendite aus Ihrer Immobilie senken.

Woraus können Rendite erzielt werden

Was unterscheidet Rendite und Zinsen voneinander?

Besitzen Sie verzinste Kapitalanlagen, schütten diese für Sie als Anleger Gewinne aus. Gleichzusetzen ist die Rendite mit Zinsen jedoch nicht. Erhalten Sie von Institutionen wie der Bank Zinsen, werden diese Ihrem ursprünglich eingesetzten Kapital angerechnet, sodass sich dieses automatisch erhöht. Der Zinssatz gibt dabei an, in welcher Höhe die Verzinsung der Geldanlage stattfindet.

Bei der Rendite wird hingegen ausschließlich das tatsächlich eingesetzte Kapital berücksichtigt. Den sogenannten Effekt der Zinseszinsen, steigender Gewinn bei gleichbleibendem Zinssatz, gibt es bei der Rendite nicht. Der Prozentsatz informiert Sie stattdessen über den effektiven Betrag Ihrer Geldanlage und be

Müssen Sie Ihren Kapitalertrag versteuern?

Steuerpflichtige Personen müssen in Deutschland ihre Einkünfte versteuern. Dies regelt das Einkommensteuergesetz der Bundesrepublik. Einkünfte aus Kapitalvermögen, was Renditen folglich sind, werden in dieser Regelung ebenfalls berücksichtigt. Renditen aus Aktien, Anleihen, Immobilien und Co. müssen demnach mit 25 Prozent versteuert werden.

Wollen Sie Auskunft über die tatsächliche Höhe Ihrer Rendite nach Steuerabzug erhalten, müssen Sie die Nettorendite Ihrer Kapitalanlage betrachten. Denn die Nettorendite gibt den reinen Kursgewinn wieder. Faktoren wie die Versteuerung, die Inflation oder sonstige zu zahlende Gebühren werden vom Ertrag der Geldanlage abgezogen. Erst dann wird der Renditen-Prozentwert berechnet und kann Aufschluss darüber geben, wie rentabel Ihre Investition ist.

Zu den Posten, welche Sie bei der Berechnung der Nettorendite berücksichtigen müssen, zählen unter anderem Führungsgebühren, An- und Verkaufsgebühren, Notarkosten sowie Transaktionskosten.

Der Nettorendite gegenüber steht die Bruttorendite. Sie gibt Ihnen Ihren Gewinn ohne Abzug aller angefallenen Kosten an. Den reellen Ertrag einer Kapitalanlage können Sie mit der Bruttorendite allerdings nicht erfassen bzw. bewerten.

Wie können Sie Ihre Rendite berechnen?

Die Rendite gibt Auskunft darüber, wie profitabel eine Anlage für Sie als Anleger ist. Ob es sich um Aktien, Immobilien oder sonstige Geldanlagen handelt, spielt hierbei keine Rolle. Viel eher hilft der Kennwert dabei, unterschiedliche Kapitalanlagen und deren Wirtschaftlichkeit miteinander zu vergleichen.

Wollen Sie die Rendite Ihrer Kapitalanlage berechnen, können Sie hierfür auf einfache Formeln zurückgreifen. Beachtet werden muss lediglich, ob es sich um die Brutto- oder Nettorendite handelt, welche Sie in Erfahrung bringen möchten. Das Ergebnis beider Formeln ist in Prozent anzugeben.

  • Die Rendite-Formel für die Bruttorendite lautet: Gewinn x 100 / eingesetztes Kapital
  • Die Rendite-Formel für die Nettorendite lautet: (Gewinn – Kosten) x 100 / eingesetztes Kapital

Handelt es sich um einen positiven Prozentsatz, ist das Verhältnis zwischen eingesetztem Kapital und Ertrag der Anlage positiv zu bewerten. Je höher die Kennzahl, umso profitabler die Anlage. Erhalten Sie jedoch einen Negativwert, haben Sie mit Ihrer Kapitalanlage Verluste gemacht.

Wie sicher sind Renditen?

Geht es um Geld, sind zu jeder Zeit eine gesunde Skepsis und überlegtes Handeln von Vorteil. Auch bei Renditen sollten Sie als Anleger nichts überstürzen. Schließlich kann eine Investition durchaus auch nach hinten losgehen und Ihnen einen Teil Ihres Geldes kosten.

Eine pauschale Aussage über die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit einer Rendite lässt sich nicht treffen. Viel eher muss an dieser Stelle über Renditeprognosen gesprochen werden. Wollen Sie eine hohe Rendite erzielen, müssen Sie sowohl risikofreudig sein als auch gewillt, eine hohe Geldsumme zu investieren. Je mehr Sie investieren, desto attraktiver gestalten sich Ihre Renditeaussichten. Zeitgleich steigt jedoch auch das Risiko, große Mengen Geld zu verlieren.

Sind Sie an einer Investition in Aktien interessiert, haben Sie zweierlei Möglichkeiten. Entweder kaufen Sie sich eine Aktie oder investieren in einen Aktienfonds. Eine einzelne Aktie verspricht in der Regel eine höhere Rendite. Sinkt allerdings der Kurs, hat auch der Wert Ihrer Anteile darunter zu leiden. Bei Aktienfonds ist dies anders. Diese sind grundsätzlich teurer, versprechen jedoch ein besser verteiltes Risiko und somit weniger Verluste.

Zunehmend an Beliebtheit gewinnen ETFs (Exchange-Traded Fund). Bei diesen Indexfonds handelt es sich um Aktienfonds, welche auf Basis eines Computeralgorithmus gebildet werden. Die Geldanlage in einen solchen ETF gilt demnach als besonders sicher und zukunftsträchtig.

Ebenfalls enorm lukrativ, aber auch äußerst riskant sind spekulative Aktiengeschäfte. Da das Risiko eines Geldverlustes bei diesen Finanzgeschäften jedoch überdurchschnittlich hoch ist, sollten Sie als Privatperson ohne fachkundigen Rat davon Abstand nehmen.

Wesentlich sicherer kommen das Tages- oder Festgeldkonto sowie das Sparbuch daher. Legen Sie Ihr Geld auf einem solchen an, gehen Sie kein Verlustrisiko ein. Allerdings dürfen Sie bei dem aktuellen Niedrigzins-Trend keine allzu hohe Rendite erwarten. Ratsam ist es daher, Ihr Geld nicht ausschließlich zu sparen, sondern aktiv zu investieren.

Sind Rendite sicher

Wie unterstützt Sie Stütz Immotax als zuverlässiger Rendite-Spezialist?

Interessieren Sie sich für Investitionen, kann es von Vorteil sein, fachkundige Experten zurate zu ziehen. Wir von Stütz Immotax stehen Ihnen gern mit unserer Expertise zur Seite und informieren Sie über die Vorteile einer sicheren Geldanlage. Wir geben Auskunft über attraktive Möglichkeiten einer Investition, sprechen aber auch mögliche Risiken an, um Sie vor Verlustgeschäften zu schützen. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf Immobilien.

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für ein Beratungsgespräch und lernen Sie uns und unsere Qualifikationen kennen. Wir von Stütz Immotax freuen uns, Ihnen in Ihrem Anliegen weiterhelfen zu können.

FAQ

Was ist die Rendite-Definition?

Die Rendite ist ein Prozentsatz, mit welchem sich der Jahresertrag einer Kapitalanlage messen lässt. Anhand der Rendite lassen sich Anlagen mit unterschiedlichen Konditionen einfach miteinander vergleichen.

Wie risikoreich sind Renditen?

Je mehr Geld Sie in Aktien, Anleihen oder Immobilien investieren, umso höher fallen die Renditen für gewöhnlich aus. Allerdings steigt damit auch das Risiko eines Kapitalverlustes. Um das Risiko zu verteilen, sind Aktienfonds und EFTs empfehlenswert.

Wie funktioniert ein Rendite-Rechner?

Um die Wirtschaftlichkeit einer Investition zu berechnen, ziehen Sie die über das Jahr entstandenen Kosten von Ihrem Gewinn ab. Das Ergebnis multiplizieren Sie mal 100 und dividieren den Betrag durch die Höhe des eingesetzten Kapitals. So erhalten Sie die Nettorendite.

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