Wie kann ich beim Hausbau Kosten sparen?

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Steht das Großprojekt Hausbau an, ist eine sinnvolle und umfängliche Planung essenziell. Nur so können Sie kalkulieren, wie viel Haus Sie sich tatsächlich leisten können. Welche Ausstattung ist notwendig? Und passt ein Keller noch ins Budget?

Die Hausbau-Kosten summieren sich schnell. Einige Faktoren treiben sie in die Höhe, andere können indes eine Reduzierung bewirken.

Auch Sie möchten Ihre Ausgaben möglichst gering halten? Wie Sie beim Hausbau Kosten sparen können, lesen Sie hier. Im Vorfeld gilt es allerdings zu klären, welche Fixkosten zu einem jeden Hausbau dazugehören und welche Kosten gern vergessen werden.

Welche Hausbau-Kosten sind unumgänglich?

Möchten Sie sich den Traum vom Eigenheim erfüllen, steht und fällt das Vorhaben mit der finanziellen Basis. Diese beschränkt sich nicht nur auf die Baukosten allein. Auch diverse Nebenkosten müssen Sie in Ihrer Planung zur Baufinanzierung berücksichtigen.

Welche das sind? Nachfolgend finden Sie eine Auflistung unumgänglicher Baunebenkosten.

Grundstückskauf

Ehe Sie den Hausbau mit seinen Kosten in Angriff nehmen können, muss ein geeignetes Grundstück her. Für den Grundstückskauf fallen in der Regel rund 20 % der Hausbau-Gesamtkosten an. Die Höhe variiert hierbei wie bei fast allen Hausbau-Kosten vom Standort.

Notarkosten

Als rechtmäßiger Eigentümer eines Grundstücks führt Sie Ihr Weg zum Notar. Die Notargebühren belaufen sich auf 0,5 bis 1,5 % der Gesamtkosten. Hinzu kommen Kosten für Eintragungen ins Grundbuch in Höhe von 0,5 bis 1,5 % der Hausbau-Kosten sowie die einmalig zu zahlende Grunderwerbssteuer von 3,5 bis 6,5 %. Letztere ist vom jeweiligen Bundesland abgängig, in welchem Sie bauen.

Erschließungskosten

Um das erworbene Grundstück bebauen zu dürfen, müssen Sie dieses zunächst prüfen lassen. Ein Bodengutachten schlägt für gewöhnlich mit bis zu 3.000 € zu Buche. Auch für die Vermessung und Erschließung können Beträge bis 2.500 € anfallen. Die Baugenehmigung verursacht weitere Kosten in Höhe von 0,5 % der allgemeinen Hausbau-Kosten.

Baustelleneinrichtung

Damit der Hausbau Gestalt annehmen kann, müssen meist zunächst Altlasten vom Grundstück entfernt werden. Auch hierfür fallen Kosten an. Darüber hinaus zahlen Sie für neue Abwasser- und Wasseranschlüsse sowie für den Anschluss an das Stromnetz.

Versicherungen

Zu unvermeidbaren Hausbau-Kosten zählen zudem Versicherungsbeiträge. Als Bauherr sollten Sie in jedem Fall eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließen. Ebenso ist eine Feuer- und Rohbau-Versicherung sinnvoll.

Im Rundumschlag machen die Baunebenkosten zwischen 15 und 20 % der allgemeinen Hausbau-Kosten aus. Dies sollten Sie im Vorfeld Ihres Bauvorhabens in jedem Fall berücksichtigen und in Ihre Finanzplanung einbeziehen.

Schon vor dem Hausbau fallen Kosten an.

Wie viel kostet der Hausbau?

Sie stellen sich die Frage: Wie viel kostet es, ein Haus zu bauen? Eine pauschale Antwort darauf lässt sich nur schwer formulieren. Schließlich hängen die Hausbau-Kosten von etlichen Faktoren ab. Welche das sind, erfahren Sie im darauffolgenden Kapitel.

Grundsätzlich müssen Sie sich als angehender Bauherr auf steigende Hausbau-Kosten einstellen. Im Jahr 2021 lagen die bundesweit durchschnittlichen Bauwerkskosten bei rund 1.960 € pro Quadratmeter. In dieser Summe sind unter anderem Kosten für den Rohbau, Dacharbeiten, den Innenausbau sowie Elektroinstallationen berücksichtigt.

Planen Sie, ein Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern zu errichten, müssen Sie auf Grundlage dieses Richtwertes mit Hausbau-Kosten in Höhe von rund 300.000 € rechnen. Baunebenkosten nicht inkludiert.

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten für den Hausbau?

Möchten Sie sich häuslich niederlassen, sind im Vorfeld zahlreiche Entscheidungen zu treffen. Wo soll das Haus gebaut werden, welche Hausart wünschen Sie sich und wie viel Platz benötigen Sie? Je nach Antworten auf diese Fragen schwanken die Hausbau-Kosten nach oben oder nach unten.

Region

Wo Sie Ihr Haus bauen, hat erheblichen Einfluss auf die Hausbau-Kosten. Zum einen fallen die Grundstückpreise je nach Bundesland und Region unterschiedlich hoch aus. Während in Städten Quadratmeterpreise über 2.000 € keine Seltenheit sind, zahlen Sie in ländlichen Gegenden häufig nur die Hälfte. Zum anderen entscheidet die Region häufig auch über die Stundenlöhne der Handwerker.

Hausart

Massivhäuser gelten noch immer als Standard-Variante beim Hausbau. Jedoch nimmt auch der Anteil an kostengünstigeren Fertighäusern in Deutschland zu. Eine Alternative stellt die Doppelhaushälfte dar. Hier liegen die Hausbau-Kosten zwischen Massivhaus und Fertighaus.

Keller

Wer das Eigenheim mit Keller plant, muss dies bei der Baufinanzierung berücksichtigen. Der Aushub sowie die Entsorgung des Bodenmaterials kosten Geld. Auch eine Garage oder ein Carport fallen finanziell zusätzlich ins Gewicht.

Wo sind die Hausbau-Kosten pro qm am geringsten?

Ein Haus zu bauen, ist in keinem Fall günstig. Allerdings kann der Standort der Immobilie einen enormen Einfluss auf die anfallenden Hausbau-Kosten haben. Vergleichsweise wenig zahlen Bauherren für Neubauten in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Bremen und Niedersachsen.

Auch in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen fallen die Hausbau-Kosten durchschnittlich aus. Bauen Sie hingegen in Baden-Württemberg oder Bayern, müssen Sie mit den bundesweit höchsten Baukosten pro Quadratmeter rechnen.

Je nach Standort können die Kosten für den Hausbau variieren. Am teuersten bauen Sie in Bayern.

Wie lassen sich anfallende Hausbau-Kosten berechnen?

Mit dem Hausbau hängen etliche Kosten diverser Posten zusammen. Um diese möglichst genau zu kalkulieren, bietet sich die Arbeit mit einem Baukostenrechner an. Dieser berücksichtigt Faktoren wie Standort, Größe und Art der Immobilie. Im Internet finden Sie eine Vielzahl an Rechnern von verschiedenen Anbietern.

Je nach Wunschausstattung können Sie mit Hausbau-Kosten in Höhe von 1.100 bis 1.800 € pro Quadratmeter rechnen. Dieser durchschnittliche Kostenrahmen ist für Einfamilienhäuser gängig. Bei Reihenhäusern und Mehrfamilienhäusern fallen die Kosten meist geringer aus.

Stütz Immotax erklärt: So lässt sich beim Hausbau sparen

Damit Sie sich in Ihrem Eigenheim möglichst lange wohlfühlen, sollten Sie beim Bau nicht an falscher Stelle sparen. Übermäßig viel draufzahlen allerdings auch nicht. Wo sich in Ihrem Bauvorhaben möglicherweise Einsparpotenzial finden lässt? Diese Punkte gilt es zu prüfen:

Standort

Liebäugeln Sie mit einem Grundstückskauf, lohnt sich ein Blick auf den Bodenrichtwert der jeweiligen Region. Dieser gibt den durchschnittlichen Lagewert des unbebauten Bodens an. So erkennen Sie schnell, mit welchen Preisen Sie für das neu zu erschließende Grundstück rechnen müssen.

Bauweise

Wer mit Ziegeln oder Kalksandstein baut, spart Geld. Verputzte Hauswände sind noch einmal günstiger als Ziegel. Entscheiden Sie sich für ein Fertighaus, fallen die Hausbau-Kosten für gewöhnlich geringer aus als jene für ein Massivhaus.

Wohnfläche

Je mehr Wohnfläche Sie sich wünschen, umso höher steigen Ihre Hausbau-Kosten. Bei einem Quadratmeterpreis von 1.900 € machen 20 Quadratmeter mehr oder weniger sofort 38.000 € aus.

Sinnvolle Fenster und Türen

Große Fenster ermöglichen lichtdurchflutete Räume. Richten Sie Ihren Wohnraum daher möglichst nach dem Lauf der Sonne aus. Gängig sind Schlafzimmer in Richtung Osten und Wohnräume mit Süd-Ausrichtung.

Umweltfreundliche Heizung

Öl- und Gasheizungen reizen mit günstigen Anschaffungskosten. Jedoch kostet der Betrieb viel Geld. Eine nachhaltige und umweltschonende Alternative sind regenerative Energien. Entsprechende Heizsysteme wie jene mit Pellets werden zudem vom Staat gefördert.

Eigenleistung

Natürlich sollen Sie Ihr neues Eigenheim nicht gänzlich ohne Profi-Hilfe errichten. Je mehr Sie jedoch selbst in die Hand nehmen, umso weniger Kosten fallen für Handwerker und sonstige Dienstleister an.

FAQ

Wie hoch sind die Hausbau-Kosten ohne Grundstück?

Die durchschnittlichen Bauwerkskosten in Deutschland lagen 2021 bei rund 1.960 € pro Quadratmeter. Die tatsächliche Höhe hängt dabei vom Standort und den verwendeten Materialien ab.

Wie viel kann ein Hausbau mit Keller kosten?

Für den Aushub des Kellers sowie die Entsorgung des Bodenmaterials fallen zusätzliche Hausbau-Kosten an. Im Schnitt steigen durch die Errichtung eines Kellers die Baukosten um 15 %.

Steigen die Hausbau-Kosten, wenn schlüsselfertig gebaut wird?

Nein, dies ist nicht der Fall. Entscheiden Sie sich für ein Fertighaus, steigen die Kosten nicht. Im Gegenteil: Fertighäuser sind in der Regel günstiger als Massivbauhäuser.

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